Man kann über Klimaschutz reden – oder tun :-)

Seit gestern ist die Jahreskarte in Wien substantiell billiger: 365 Euro statt bisher 449 und vor allem statt über 500 Euro, wie das die Wiener Linien mit einer routinemäßigen Erhöhung für Anfang 2011 geplant hatten. Das ist billiger als fast jede andere westeuropäische Großstadt – für eines der besten Öffi-Netze der Welt.
Dazu kommen die Reduktion der Monatskarte von 49,50 auf 45 Euro und die Gratismitnahme des Fahrrads in der U-Bahn. Und Studierende mit Hauptwohnsitz in Wien zahlen in Zukunft nur mehr 75 Euro für das Semesterticket (statt bisher 128,50 Euro).

Halten wir fest: Rotgrüne Gebührenpolitik ist Steuerpolitik im besten Sinn. Steuern und Gebühren bringen nicht nur Einnahmen für die Öffentlichkeit, es kann mit ihnen auch im Wortsinn „gesteuert“ werden. Und besonders im Verkehrsbereich steuert Grüne Politik deutlich in eine neue Richtung: Die massive Verbilligung der Jahreskarte ist ein großer Anreiz für mehr Öffi-Nutzung – und sie ist eine Entlastung für alle jene, die sich gar kein Auto leisten können. Die Verbilligung des Parkpickerls bei gleichzeitiger Erhöhung der Kurzparkgebühren sowie die Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung setzen weitere Anreize, dass man sein Auto, wenn man denn eines hat, stehen lässt. Dazu kommen viele kleine Maßnahmen, die in der Fülle nicht die große Aufmerksamkeit erregen – zum Beispiel wurde im Zuge der Reform der Gebrauchsabgabe (Gebühr für Schanigärten etc.) diese für Fahrrad-Abstellanlagen gänzlich gestrichen.

Bike & Ride am Bahnhof in Malmö

Was wir Grüne für Wien wollen: so viel Verkehrsanteil wie möglich weg vom Auto und hin zu Öffis, Radfahren und Zufußgehen. Das ist nicht von heute auf morgen zu haben – und das ist auch nicht mit einzelnen Maßnahmen zu erreichen. Man kann viel über Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit reden – oder man kann tun. Grüne Verkehrspolitik tut. Weniger Autos auf den Straßen heißt weniger Feinstaub, weniger Abgase, weniger Lärm, mehr Bewegungsfreiheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen, mehr Sicherheit für Kinder und alte Menschen – mehr gutes Leben für alle.

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