Zukunft für Währing

2015 wird’s also spannend. Für Währing und für mich. Zum ersten Mal gibt’s die realistische Chance, dass wir Grüne stärkste Partei im Bezirk werden. Und sollten wir das schaffen, dann werde ich die erste grüne Bezirksvorsteherin im 18. Bezirk sein. Schon ein bisschen zum Herzklopfen-Kriegen 🙂

Kutschkermarkt2Ich bin jetzt bald 27 Jahre Währingerin. Ich bin hier hängen geblieben, weil ich den Bezirk einfach mag: gute Infrastruktur, alle wichtigen Orte meines Alltagslebens in Fahrraddistanz, die Nähe zum Wienerwald und zur Innenstadt, Schafbergbad und Türkenschanzpark, Hartliebs und Café Schopenhauer. Dazu kommen jede Menge engagierte Menschen und eine geniale Mischung aus Urbanität und lokalem Zusammenhalt – hier fühl ich mich zu Hause.

Und wenn einem seine Umgebung so ans Herz wächst, dann ist der Weg zum Engagement nicht weit – vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass nicht alles zum Besten läuft. Schon vor 20 Jahren war klar, dass die Lebensqualität Währings mehr braucht als bloßes Verwalten des Status-Quo. Und dass Bezirksvorsteher Homole und die ÖVP nicht mehr die Kraft und nicht mehr die Ideen haben, auf neue Entwicklungen zu reagieren und die Herausforderungen im Bezirk wirklich anzupacken.

2009_Parkpickerl1Am augenfälligsten wird das wohl an der Parkpickerlfrage. Mitte der 1990er-Jahre hätte Währing Vorreiter sein können: Die Parkraumbewirtschaftung in den Innenbezirken war gerade eingeführt, die gürtelnahen Gebiete der Westbezirke begannen unter hoher Überparkung zu leiden. Währing war mit WIFI, AKH und Volksoper besonders betroffen und hätte damals gute Argumente gehabt, die Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung voranzutreiben – es hätte nur ein bisschen Weitsicht gebraucht. Und politischen Mut.

Stattdessen: jahrelang Blockade und Stillstand. Mittlerweile haben alle Westbezirke das Parkpickerl und profitieren davon – alle Westbezirke außer die ÖVP-regierten. Wo Währing heute steht, was die Platzsituation angeht, erleben wir täglich, sobald wir auf die Straße gehen.

P1040082Auch andere Entwicklungen werden verschlafen oder einfach ignoriert: die um sich greifende Immobilienspekulation, der florierende Kutschkermarkt, der dringend mehr Platz braucht, die gefährliche Verkehrssituation rund um die Gersthofer Straße, die Mischung aus Aufwertung und Niedergang im Kreuzgassenviertel, die steigende Bereitschaft der Menschen, auf Öffis und Fahrrad umzusteigen, wenn man pünktlich und sicher unterwegs sein kann, usw. usw.

Ich bin von Beruf Organisationsberaterin. Würde ich bei einer meiner Kundenorganisationen eine dermaßige Vogel-Strauß-Mentalität in der Führungsetage erleben – mir würde angst und bang um das Überleben des Unternehmens.

Währing kann mehr. Das zu wissen und das zu spüren – das war letztlich ausschlaggebend für meine Entscheidung, Bezirksvorsteherin werden zu wollen. Meine grünen MitstreiterInnen und ich – wir haben die Energie und den Mut, die Ärmel hochzukrempeln und unseren Bezirk endlich wieder auf Zukunftskurs zu bringen. Auch weil wir wissen, dass wir damit nicht allein sind, sondern Währing vielen seiner BewohnerInnen ein Herzensanliegen ist.

Es wird ein knappes Rennen – und gemeinsam schaffen wir das 🙂

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